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Hans-Jo's Tomaten und mehr 2012
#11
Hallo erst mal,

ich möchte mich aus meinem Urlaub zurück melden. Da vor Antritt Anfang Mai noch Nachtfröste angesagt waren, hatte ich noch keine Tomaten ausgepflanzt. Nach meiner Rückkehr, waren die Tomaten, obwohl ich sie erst spät im April gesäht hatte, trotzdem schon gut in die Länge gegangen. (Dank an meine Tochter für die gute Pflege!).
Ende Mai war es so warm, dass ich es gerade geschafft hatte, meine Paprikas auszupflanzen. Bei den Tomaten hatte ich Angst, dass sie nach der langen Zeit unter Glas und Folie die direkte Sonne nicht so gut vertragen. Nun, da die Sonne ein wenig Pause macht, werde ich die Zeit nutzen, um den Rest zu richten. Ich hoffe, dass meine Tomaten den Zeitverzug rasch aufholen. Im Erfolgsfall werde ich selbstverständlich wieder über die einzelnen Sorten berichten.....

Interessant fand ich den Einsatz der "superoot airpot" von Tomatos. Ich werde diese im nächsten Jahr mal zur Anzucht versuchen, da man ja anscheinend nur die Verschraubung lösen muss, um diese wieder in seine Bestandteile zu zerlegen. Ich erhoffe mir davon starke Wurzelballen zum Auspflanzen in den koventionellen Anbau.
Die kleineren Varianten scheinen auch nicht so teuer zu sein.

So, nun liegt noch ein bisschen Arbeit vor mir. Hoffentlich ist der große Regen nun erst einmal vorbei.

Mein Pflanzplan folgt dann nach getaner Arbeit.

Viele Grüße aus Rusbend,

Hans-Jo
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#12
Hallo liebe Tomatengemeinde,

im letzten Jahr habe ich meine Berichterstattung sträflich vernachlässigt.
Nun will ich wenigsten im nach hinein einige der angebauten Sorten vorstellen. Bedingt duch meinen Urlaub bin ich erst sehr spät zum Auspflanzen gekommen. Die Folge davon war auch ein relativ später Erntebeginn. Im Juli hatte ich dann Anzeichen von Braunfäule, die dann aber aufgrund der trockenen Witterung zum Stillstand kam und mich ab dann nicht mehr heimgesucht hat. Fast könnte man meinen, die Pflanzen waren nach überstandener leichter Infektion widerstandfähiger geworden. Lediglich die Sorte Azoychka, die mir sonst immer sehr viel Freude bereitet hat, war diesmal sehr anfällig. Am besten hat sich De Berao braun geschlagen, die obwohl die Pflanzen links und rechts deutlich gezeichnet waren, total gesund bis zum Frost durchgehalten hat. Leider platzen die Früchte bei starken Schwankungen im Wasserhaushalt oder der Temperatur sehr leicht.

Als erste werde ich nun die Sorte Montserrat vorstellen. Mein Kollege hatte mir Saatgur aus Portugal mitgebracht. In den südlichen Ländern ist man mit der Zuteilung der Körner nicht so kleinlich wie in Deutschland. So war hier statt der üblichen 5-20 Körner gleich ein Gramm der in der Tüte. (ca. 330 Korn).

Nun zu Anbau und Geschmack:
Die Pflanzen entwickeln sich relativ stämmig und zeigen, dass sie für große Gewichte ausgelegt sind. Der Ertrag ist auch dementsprechend hoch, aber leider auch etwas spät. (Kann aber auch am späten Auspflanzen gelegen haben.) Die Früchte sehen von außen eher nicht so schön aus. Gerippt, in blassem Rosa - oft mit grünem Kragen. Zudem platzen sie leicht in konzentrischen Ringen um den Stängel. Diese Risse vernarben aber schnell und stören im Grunde nur die Optik. Innen sind die Früchte hohl mit wenig gallertartiger Flüssigkeit. Zuerst hatte ich gedacht die Sorte sei höchsten etwas zum Füllen. Die Verkostung der ersten Früchte hat mich allerdings etwas Besseres gelehrt. Die Früchte sind super lecker im Frischverzehr auf Brot oder im Salat. Gerade das Innenleben ist eine Offenbarung von feiner Säure gepaart mit herausragendem Tomatenaroma. So etwas zu entfernen um die Früchte zu füllen wäre eine glatte Verschwendung. Im Übrigen waren alle, denen ich Pflanzen davon überlassen hatte zum gleichen Ergebnis gekommen: Fisch – einfach lecker.

[Bild: Hans-Jo_Monsetrat_zps53caf17f.jpg]

[Bild: Hans-Jo_Monserrat_a_zps7016ee69.jpg]

Viele Grüße aus Rusbend und ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes Neues Jahr,

Hans-Jo
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#13
Heute will ich nun von meinen Erfahrungen mit der Sorte Kumato berichten.

Ermutigt durch verschiede Berichte war ich schon länger neugierig auf diese Tomate. In der Vergangenheit haben sich bereits diverse Beiträge im Internet darüber ausgelassen, ob die Kumato samenfest oder eine Hybridsorte ist. Geht es nach der Saatgutfirma so handelt es sich um einen Hybriden, der nur von speziell ausgewählten Betrieben angebaut und nur in besonders gestalteten Gebinden angeboten werden darf. Dementsprechend sind auch die Preise für diese Früchte.

Anderen Berichten zur Folge handelt es sich hier um einen Zufallsfund der gezielt weiterentwickelt wurde – das spricht für samenfest. Auf der Internetseite wird von jahrelanger traditioneller Arbeit und Pflanzenvermehrung gesprochen.

Nun hatte ich im letzten Winter genau diese Sorte bei Edeka im Fruchtregal gesehen und spontan einen schön verpackten Riegel mit 4 gleichförmigen Designtomaten für 1,99 EURO im Einkaufswagen versenkt.
Ich hatte sie dann noch ein wenig altern lassen um dann nach der bewährten Gärmethode einsprechend viele Samen zu gewinnen.

2012 habe ich dann ca. 20 Pflanzen angezogen von denen ich allerdings nur 2 selbst im Garten gepflanzt hatte. Die anderen Wurden von mit an interessierte Kollegen abgegeben.

Nun zum Ergebnis. Die Tomaten, die sich an meinen Pflanzen zeigten waren schon im grünen Zustand eine Pracht. Mit zunehmender Reife wurden sie den gekauften Exemplaren immer ähnlicher, so dass sie diesen zur Ernte exakt entsprachen. Die Pflanzen und Früchte meiner Kollegen sahen genau identisch zu meinen Exemplaren aus. Von einer Aufspaltung war zumindest in dieser Generation nichts zu bemerken.

Im Geschmack waren die Tomaten besser als die gekauften Winterexemplare was aber durchaus auf die optimaleren Anbaubedingungen im Sommer (Freiland) zurückzuführen sein kann. Der Geschmack war so gut, dass ich für meine Frau diese Sorte auf jeden Fall wieder anbauen muss. Dementsprechend war es die beste Tomate für den Frischverzehr (auf Brot usw.) 2012. Hier gefiel nicht nur der leicht säurebetonte frische Geschmack sondern auch die feste Konsistenz. Dadurch war sie hervorragend zu schneiden. Andere Kollegen verglichen sie sogar mit Äpfeln, da sie sowohl von der Säure her als auch im „Biss“ mit diesen vergleichbar seien. Hervorragend also um si als ganze Frucht (auch von der Größe her) auf der Arbeit in der Pause als Snack zum Butterbrot zu essen.

Die Größe der Frucht entspricht der typischen „Kauftomate“ – makellose Kugeln mit ca. 100g Gewicht und ca. 5 cm im Durchmesser. Die Pflanzen tragen eher wenig Laub, dafür ist diese aber relativ kräftig und dunkel gefärbt. Die Färbung fällt schon bei den Jungpflanzen auf. Der Ertrag war erstaunlich gut. Pro Rispe entwickelten sich meist 6-7 gleichförmige Tomaten. Farblich entsprachen sie dem Original. Wurden sie länger an der Pflanze gelassen fiel der Ton aber von grün-braun in rot-braun.

[Bild: Hans-Jo_Kumato_a_zps6d0c6ff6.jpg]

[Bild: Kumato_b_zps0aab79a8.jpg]

[Bild: Hans-Jo_Kumato_c_zpsa225547e.jpg]

Ich werde diese Sorte auf jeden Fall wieder anbauen. Ich greife aber auf mein noch reichlich vorhandenes Supermarkttomatensaatgut zurück um Überraschungen zu vermeiden.

Viele Grüße aus Rusbend,

Hans-Jo

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#14
Hört sich super-gut an.

Willst Du nich ein paar aus Saatgut 2012 anbauen? So zum Vergleich, ob sie sich nun aufspaltet oder nicht... :huh:

Grüße von Hier


Im Garten wächst mehr als man ausgesät hat - und davon viel!
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#15
Hallo Hier,

im Bewusstsein noch jede Menge Saatgut zu besitzen habe ich es versäumt, 2012 von meinen eigenen Pflanzen etwas abzunehmen. Das werde ich aber auf jeden Fall in diesem Jahr machen.

Viele Grüße aus Rusbend, Hans-Jo
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#16
Hallo Hans-Jo,
deine Erfahrungen mit der Kumato decken sich exakt mit meinen
(nur waren meine im Topf und etwas kleiner als die gekauften)
aber wir waren auch begeistert und sie kommen wieder.biggrin

Deine Erfahrungsberichte finde ich sehr informative.:thumbup: Danke:thumbup:
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#17
Ihr meint also auf die Liste für 2014..... :lol:

Grüße von Hier


Im Garten wächst mehr als man ausgesät hat - und davon viel!
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#18
Heute folgt noch eine weitere braune Tomatensorte: De Berao Braun

In den letzten Jahren habe ich immer abwechselnd eine der De Berao-Sorten (gold / rot/ braun) angebaut. In diesem Jahr war die braune dran. Der Wuchs der verschiedenen Sorten ist relativ identisch. Dichte, eher eng anliegende Belaubung, ungestümes Höhenwachstum und sehr guter Ertrag. Das Laub ist, wie oft bei dunklen Sorten, auch hier satt (dunkel)grün. In diesem Jahr hatte diese Sorte, obwohl andere schon beginnende Symptome zeigten, keine Anzeichen für Braunfäule. Die Pflanzen standen selbst im Herbst, in kalter Witterung, noch kerngesund da.

Einen Mangel beobachte ich bei allen De Berao Sorten: Bei wechselnden Verhältnissen in Temperatur und Wasserversorgung neigen sie stark zu ringförmiger Rissbildung im oberen Bereich. Trifft dies bei noch sehr grünen Früchten zu ist dies leider ein Einfalltor für Pilz- und Schimmelinfektionen.
Bei gößeren Früchten vernarben die Stellen wieder, wenn die Umweltverhälnisse sich wieder stabilisieren.

Der Geschmack ist gut hält einem direkten Vergleich mit z. B. Kumato nicht stand. Ich nutze diese Sorte daher eher in der Küche. Aufgrund der enormen Erträge und der guten Braunfäuleresistenz werde ich sie auch weiter im Programm behalten.
Leider sind mir die Fruchtbilder durch einen Fehler auf der Speicherkarte verloren gegangen. Die Fruchtform entspricht den anderen De Beraovarianten - Leicht Tonnenförmig, manchmal etwas hohl, 2 Samenkammern, ca 80-100g schwer.

[Bild: Hans-Jo_Deberaobraun_b_zpsce974191.jpg]

[Bild: Hans-Jo_Deberaobraun_c_zps8a2db2f0.jpg]

Die dunklen Schultern werden mit fortschreitender Reife zu einem dunklerem Braun.

Viele Grüße aus Rusbend,

Hans-Jo
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#19
Lieber Hans-Jo,

Deine Erfahrung mit dieser Tomate kann ich voll bestätigen. Anmerken möchte ich nur, daß sie relativ spät reif waren, so daß bei mir im Freiland nur die erste Rispe reif wurde. Die anderen mußten auf die Fensterbank...

Liebe Grüße, Mechthild
Erst wenn die letzte Fichte verdorrt, der letzte Fluss vertrocknet und der letzte Schmetterling vergiftet ist, werdet Ihr feststellen, dass man Subventionen nicht essen kann.

Frei nach dem alten nativen Stammesführer
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#20
Hallo Mechthild,
meine ganzen Tomaten waren in diesem Jahr etwas später. Zumindest in unserem Umfeld berichteten Kollegen, dass ihre Tomaten in diesem jahr auch "Ladehemmung" hatten und bis zu 3 Wochen Verspätung hatten.
Da die De Bareo Braun aber bis zuletzt kergesund war, sind trotzdem noch fast alle Tomaten abgereift. Stark geplatzte hatte ich zwischendurch enfernt damit den gesunden alle Kraft der Pflanze zufliesst.

Viele Grüße aus Rusbend, Hans-Jo
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