25.02.13, 00:04
Übersetzung aus dem Russischen (?) bzw. Sortenzuordnung
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25.02.13, 00:51
(24.02.13, 18:07)hhh13 schrieb: Hallo Victoria,Hallo Harald Wenn es gewünscht ist ein Paar Anmerkungen zur Transliteration und Transkription Bei der Transliteration, wie das Wort schon sagt geht es um Buchstaben. Es wird das Schriftbild Buchstabe per Buchstabe eins zu eins übertragen! Vorteile - man kann die ursprüngliche Schreibweise wiederherstellen ist eindeutig da für je Buchstabe des Kyrillischen je ein Buchstabe (Buchstabenkombination) des Lateinischen Alphabetes steht. Transliteration ist international, das heißt, dass sie für alle Sprachen, die das Lateinische nutzen gleich ausfällt. Egal ob Deutsch, Englisch oder Französisch. Die Tabelle ist die gleiche! Nachteile - im Kyrillischen haben wir 33 Buchstaben. Im Lateinischen hm... weniger. Also braucht man Sonderzeichen. Nicht jeder kann aber mit diesen Sonderzeichen was anfangen... Transkription ist was anderes. Hier wird die Aussprache wiedergegeben. In Deutschland wird traditionell die nach Duden verwendet. Vorteil - keine Sonderzeichen. Nachteile - gibt die Aussprache nicht wirklich wieder. Denn im Russischen weicht die tatsächliche Aussprache sehr stark von dem was die Rechtsreibung verlangt. Ist weder dialektal, noch willkürlich - das verlangen ganz objektiv unsere orthoepischen Gesetze. Gibt´s im Deutschen zwar auch (z.B. dass die stimmhaften Konsonanten am Wortende stumm werden) ist bei weitem nicht so ausgeprägt wie im Russischen. Und genau das berücksichtigt diese Art von Transkription nicht. Sie gibt letzen Endes auch nur das Schriftbild wider aber ziiiemlich verkorkst. Hier haben wir das Problem, dass man einzelne Buchstaben mit Buchstabenkombinationen wiedergibt, so, dass am Ende nicht mal die Russen nachvollziehen können was es ursprünglich war. Die Transkription ist national, das heißt, dass die Deutsche für´s Englische z.B. nicht mehr stimmt. Und die Duden-Transkription hat einige Konventionen, die schlicht weg falsch sind. Die Regeln besagen, dass in einem "normalen" Text (ein Forumbeitrag z.B.) die Transkription zu verwenden ist. Die Transliteration ist den wissenschaftlichen Texten vorbehalten. Aber ich bevorzuge die Transliteration und eine Rechtfertigung dafür ist - auch als Pflanzenliebhaber muss ich zuverlässig zurückverfolgen können wie die Sorte nun wirklich heißt! Zu den Übersetzungen. Wir haben hier mit den Eigennamen zutun. In der Übersetzungstheorie ist das ein extra Bereich. Nur kurz ansprechen. Namen haben mehrere Funktionen. In erster Linie was zu benennen. Deswegen sagt man - Eigennamen übersetzt man nicht! Aber! Dies gilt nur dann, wenn die Namen nur diese eine Funktion haben. Sortennamen haben oft noch eine andere Funktion - sie benennen nicht nur, sie beschreiben die Sorte auch. In diesem Fall ist es zulässig, gar wünschenswert die Namen zu übersetzen, damit diese wichtigen Informationen, die uns diese Namen liefern nicht verloren gehen! Und wenn man beides liefert - Transliteration (ggfs. Transkription)und die Lehnübersetzung - ist meines Erachtens ideal! (01.03.13, 20:45)sunshine1980 schrieb: -Schnellfruchtende aus Wirowsk Hier sehe ich einige Fehler. Vesennij Mieurinskij - eine Druckfehler, man muß Michurinskij oder Mitschurinskij schreiben. Mitschurin ist berümter sowjetischer Züchter. Schnellfruchtende aus Wirowsk - hier ist ein anderen Fehler. 1. Einer Unsinn: der Ort Wirowsk existiert in Rußland nicht, gibt es WIR, eine Institut für Pflanzenanbau Wawilow: http://en.wikipedia.org/wiki/Institute_o...t_Industry . Irgendwo in 60-n Jahren wurde dort eine Tomatenhybride für GWH-Betriebe mit der Namen F1 Wirowskij skorospelij (kann man als WIRische frühreifende übersetzen) gezüchtet. Im offenen Handel waren diese Samen nicht. Wer und wo hat aus einem Hybride eine Sorte gemacht, weiß ich nicht, aber wenn diese Sorte gut ist, ist es gut. Wahrscheinlich muß man nur "aus Wirowsk" entfernen.
Mit freundlichen Tomatengrüßen
Alexander
07.03.13, 13:17
Danke, lieber Alexander!
Ich finde es sehr gut, daß wir jemanden mit Sprachkenntnis UND Fachwissen wie Dich haben dürfen. ![]() Mein Russisch ist leider nicht sehr gut... Liebe Grüße, Mechthild
Erst wenn die letzte Fichte verdorrt, der letzte Fluss vertrocknet und der letzte Schmetterling vergiftet ist, werdet Ihr feststellen, dass man Subventionen nicht essen kann.
Frei nach dem alten nativen Stammesführer
07.03.13, 16:27
Vielen Dank, Mechthild.
Ich bin froh mit meine nicht große Kentnisse über Tomaten zu teilen, leider kenne ich Deutsch nicht so gut, aber mit eure Hilfe - Praktikum hier in Forum - schreibe ich schon schneller und hoffe, daß manchmal richtig. Verzeihung für meine Fehler.
Mit freundlichen Tomatengrüßen
Alexander
07.03.13, 17:48
Dein Deutsch ist sehr gut
![]() Zur Vesennij Mieurinskij/Michurinskij/Mitschurinskij findet man viele Schreibweisen, ich hab sie vor vielen Jahren als "Vesennij Mikurinskij" bekommen ... jetzt weiß ich endlich wie man das wirklich schreibt ![]()
LG
Harald
07.03.13, 20:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.03.13, 20:01 von sunshine1980.)
Hallo Moser,
danke für deine Korrektur! Habe auch die Samen mit dieser Bezeichnung bekommen. Lg,Sunshine
29.03.13, 11:36
Hallo,
ich hätte da noch zwei Sorten aus meiner Anbauliste, die ich gerne übersetzt haben möchte: Uralskij Mnogoplodnyj Wolgogradskij Skorospelij 323 ..vielleicht weiß soagr jemand etwas mehr über die Herkunft dieser Sorten Danke ![]()
LG
Harald
29.03.13, 21:09
Hallo Harald,
Uralskij Mnogoplodnyj -übersetze als Uralische Vielfruchtige. "Die Sorte ist im sowjetischen Institute für Pflanzenanbau von einem englischen Muster durch die Methode des individuellen Auswahls mit der Verwendung der innensortigen Kreuzungen und gerichtete Selection". "Höhe 2,0 m, mittlere Beblätterung , Rispe einfache und komplizierte, 25-30 cm lang, enthält 15-20 Fruchten, erste Rispe nach 9. Blatt, weiter nach 3 Blätter. Die Fruchte flächrunde, schwachgerippene, rote, durchschnittlicher Fruchtgewicht 70 g, 3-6 kammrige. Resistenz zur nicht höhe Beleuchtung". In anderen Beschreibungen fehlen diese Wörter und Ziffer: "25-30 cm lang, enthält 15-20 Fruchten" . Ich habe diese Sorte nie gesehen, im Handel fehlt. Wolgogradskij Skorospelij 323 - Wolgogradische frühreifende, determinante Sorte, Höhe 30 cm, flächrunde rote 5-7 kammrige Fruchte, Gewicht 80-90 g, in der Rispe 5-9 Fruchte. Alte (von 50-60-en Jahren) sowjetische Sorte, popular bis heute für Freiland. Nicht resistenz gegen Braunfäule. ..
Mit freundlichen Tomatengrüßen
Alexander |
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